Böhmermann

Also eigentlich geht mir Böhmermann furchtbar auf den Sack, so wie viele unserer Möchtegern-Lustigmacher außerhalb der "Anstalt", welche es inhaltlich tatsächlich in sich hat. 

Aber welches "Affentheater" hier veranstaltet wird, nur weil sich ein Mensch in einer drastischen Art und Weise über einen anderen äußert - Satire hin oder her, ist in überhaupt keinem Fall annähernd angemessen gegenüber den Dingen, die Menschen anderen ANTUN. Krieg, Gewalt, Ausgrenzung, ökonomischer Zwang, Massenverblödung in Schulen und Medien, Vergiftung von Menschen aus Profitinteressen, das Schänden der Umwelt - ich muss mich zwingen, aufzuhören ... Was für ein lächerlicher "Furz" ist denn demgegenüber bitte ein schlechtes Gedicht? Warum zuckt in unserem Land deswegen überhaupt eine Wimper. Solange Menschenrechte mit Füßen getreten werden, kann ein Gedicht nur eine Banalität sein. Meine Fresse!

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Kay Wünsche


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Meine Bücher

Meine Bücher sind reine Fiktion. Meiner Phantasie entspringen Figuren und ihr Handeln, aber sie lehnen sich an das reelle Leben an. Natürlich werde ich von allem beeinflusst, was um mich herum geschieht, also wirkt es sich auf meine Figuren aus. In diesen Büchern habe ich die Möglichkeit, laut nachzudenken, ohne dass ich, anders als bei wissenschaftlicher Literatur, Rücksicht auf Spielregeln oder politische Korrektheit nehmen muss, denn die Figuren widerspiegeln Menschen. Menschen sind selten korrekt. Nachdenken ist ausdrücklich erwünscht, auch wenn mein Primärziel natürlich spannende Unterhaltung ist.

Kay Wünsche

Der Abtrünnige

Kurzfassung

Der erste Friedensplan für den Nahen Osten seit hunderten von Jahren könnte Wirklichkeit werden, wenn es der deutschen Kanzlerin gelänge, alle relevanten Mächte in Berlin zu einer Unterschrift zu bringen. Die Chancen dazu stehen gut wie niemals in der Geschichte zu vor. 

Eine Organisation (DOO), die sich die Beibehaltung des Status quo der Weltmächte von 1944 auf die Fahnen geschrieben hat, versucht den Erfolg des Gipfeltreffens zu verhindern, indem sie ein Attentat auf die Kanzlerin plant.

Leon Harber, ein weltweit gesuchter Killer, wird nach Berlin gebracht, um den Anschlag auszuführen. Ob es den Ermitteln gelingt, die Kanzlerin zu retten und selbst nicht zwischen die Fronten aus politischen Intrigen zu geraten, erzählt dieser Thriller.

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Thrillers „Sternenkind“, in welchem der Berliner LKA-Polizist Mich Schimansky ermittelt. Da der Fall politische Dimensionen hat, werden andere Sicherheitsbehörden hinzugezogen, auch, weil sich die Spur der DOO offenbar nur im Cyberspace finden lässt. Das diese Organisation aus selbstständig operierenden Einheiten besteht, scheint eine Koordination aller berufender Staaten nötig. Vielleicht hilft nur ein Abtrünniger, diesen Fall zu lösen.

Der Autor hat Geschichte und Sportwissenschaft studiert. Sein zweites Buch ist viel politischer als der erste Teil der Geschichte. 

Dieser Thriller beschreibt reale Orte, Organisationen, Behörden und benutzt Namen von Personen der Zeitgeschichte. Der politische Rahmen der Geschichte entspringt zum großen Teil der Realität, das Handeln konkreter Personen ist jedoch ausschließlich der Phantasie des Autors entsprungen und es bleibt den Lesern überlassen, ob dies Schnittstellen mit der Wirklichkeit hat.

 

Prolog

Die Welt war in der Zeit seit 2006 keinesfalls friedlicher geworden. Insofern schien innerhalb der Dumbarton-Oaks-Organisation (DOO) eine gewisse Unbekümmertheit vorzuherrschen. Die Organisation hatte sich 1944 am Rande der Gründung der Vereinten Nationen zusammengefunden und seither über sechzig Jahre dafür gesorgt, dass das Kräftegleichgewicht zwischen den Großmächten USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich stabil blieb. Immer, wenn eine Verschiebung des Gleichgewichts zu drohen schien, griff die DOO ein. Kein politischer Mord, keine finanzielle Transaktion, keine Hilfslieferung und keine Verweigerung einer solchen blieb ohne Kalkül der Organisation, die inzwischen ein Netz unabhängiger Zellen unterhielt und doch keinen Kopf hatte. Gerade die Selbstständigkeit der Zellen, deren sternförmiges Organigramm ein Überleben der Gesamtorganisation garantierten, war der entscheidende Pluspunkt, um sich der Verfolgung durch Behörden verschiedenster Länder zu entziehen. Die DOO unterhielt unabhängig von einander eine Armee verschieden ausgebildeter Söldner, die dann tätig wurden, wenn das internationale Gleichgewicht zu kippen drohte. Vom Computerspezialisten, der ganze Wirtschaftszweige für gewisse Zeit lahmlegen konnte, wenn es nötig war, über Börsenprofis, Klimaforscher und Ärzte bis hin zum Auftragskiller waren Personen an die DOO gebunden worden, deren eigenes Schicksal davon abhing, wie sehr sie sich für die Organisation engagierten. Für Menschen, die aus einer wie auch immer gearteten Sünde heraus, der Strafverfolgung einzelner Länder unterlagen, breitete man ein kaum auszuschlagendes Angebot aus. 

So blieb bestehen, dass die DOO Einfluss auf die Geschicke der Welt behielt und kleinere Korrekturen vornehmen konnte. 

Nachdem es ohne weiteres gelungen war, die schier übermächtigen Vereinigten Staaten in einem jahrelangen Krieg gegen den Terror zu binden und so für eine ganze Weile wirtschaftlich zu schwächen, mussten nunmehr auch die Emporkömmlinge auf der Bühne der Großen Acht in die Schranken gewiesen werden. Während die Wirtschaft der USA unter den Anstrengungen des Krieges ächzte, kam es darauf an, die Macht der anderen Staaten nicht ausufern zu lassen. Welche Gelegenheit bot sich besser, als eine hausgemachte Immobilienkrise in den USA weltweit wirken zu lassen und so auch einer rohstoffunabhängigen Macht wie Russland die Grenzen zu zeigen. Wie einfach es war, ganze nationale Kreditsysteme ins Wanken zu bringen, zeigte sich beim Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers. Ein Mitarbeiter in der deutschen Finanzaufsicht, der trotz drohender Pleite noch Millionenbeträge überwies und somit verbrannte, reichte, um eine öffentliche Hysterie ins Rollen zu bringen, die alles noch schlimmer machte, als es war. Das Misstrauen der Finanzjongleure untereinander wuchs derart, dass kaum ein großes Finanzunternehmen ohne massive Eingriffe der Staaten auskam. Die Medien waren monatelang durch eine eigens aufgebauschte Pandemiewarnung der WHO zur Schweinegrippe vom Recherchieren abgehalten worden, als die Finanzkrise viele Bürger aus dem Nichts traf. Auch dem „Messias“, dem neuen Präsidenten der USA, dem man 2009 nach einigen beeindruckenden Reden vor der Weltöffentlichkeit höchste Anerkennung zollte und somit gehörigen Handlungs- und Erfolgsdruck verschaffte, war nicht bekannt, welches gewaltige Ablenkungsmanöver die DOO vorbereitet hatte, um den bisher größten Coup ihrer Geschichte zu landen. Einem handlungsfordernden amerikanischen Präsidenten musste eine Phalanx von Bündnispartnern an die Seite gestellt werden, deren innere Konfliktherde so am köcheln gehalten wurden, dass außenpolitisch wenig heraus kam. Ob ein vom russischen Regierungschef und Ex-Präsidenten Pawlow gesteuerter Präsident Malenkow, eine deutsche Kanzlerin, deren ums politische Überleben kämpfende Koalitionspartner permanenten innenpolitischen Ärger machte, ein französischer Staatspräsident, dessen Gattin einer Marie Antoinette zu gleichen schein, ein zu selbstbewusster polnischer Staatspräsident, der einem Flugzeugabsturz zum Opfer fiel oder ein China, das erst einmal die Olympischen Spiele und so den Einfluss der Weltöffentlichkeit sowie den Empfang des Dalai Lama in Berlin und Washington zu verdauen hatte - alle hatten zu wenig Zeit, sich um den Dauerbrandherd der Welt zu kümmern, von dessen Lösung auch das Schicksal der Beziehungen der Christenheit zum Islam abhängig sein würde: Israel und Palästina.

Die Medien waren gefüllt von Birma, Pakistan, Afghanistan, dem Weltklima, der Wirtschaftskrise, Waldbränden, der Fußball-Welt- und Europameisterschaften - und nur selten wurde der Fokus wieder sehr auf den Palästinakonflikt gelenkt, als Israel beschlossen hatte, ein internationales Hilfsschiff mit Gewalt an der Weiterreise nach Gaza zu hindern, oder als es die Tunnel in Gaza sprengte. Wer konnte ahnen, dass dahinter ein Komplott der DOO steckte, das es möglich machte, auch die bis dahin liberale Türkei auf die Seite derer zu zwingen, die den Druck auf Israel verstärkten. Die Hinrichtung Osama bin Ladens, die arabischen Revolutionen von Nordafrika bis auf die arabische Halbinsel, waren eine willkommene Kulisse, um die Konzentration der Weltöffentlichkeit genügend abzulenken. Einzig die Japanische Tragödie um den Tsunami 2011 und die Reaktorkatastrophe von Fukushima waren nicht geplant - wenn auch vortrefflich in den Augen der DOO. Probleme bereitete die iranische Atomforschung, der es nach langen Jahren geheimen Geschachers gelungen  war, sowohl Technologie als auch waffenfähiges Material zu konzentrieren. Die Drohgebärden Israels hingegen, die aus purem Existenzialismus mit Abschreckung drohen mussten, wurden immer stärker mit einem diffusen Gemisch aus latentem Antisemitismus und lauter werdender Israelkritik kommentiert, sodass die eine oder andere Karriere abrupt beendet werden musste. Das Fortschreiten des politischen Islamismus und die Unfähigkeit des Westens die Gesetze der Toleranz gegen die Intoleranten zu verteidigen, rundeten akuten Handlungsbedarf ab, wollte man verhindern, dass der Konflikt in Vorderasien auf den Straßen Europas ausgetragen werden würde. 

 

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Sternenkind

Als im Herbst 1944 im Landhaus Dumbarton Oaks in Washington D.C. über die Rolle und das Aussehen einer internationalen Nachfolgeorganisation des gescheiterten Völkerbundes beraten wurde, wurde schnell klar, dass auch eine neue, später Vereinte Nationen genannte, Organisation vom Zustandekommen langwieriger demokratischer Kompromisse abhängig werden würde. Um einer erneuten Weltkatastrophe wirkungsvoll begegnen zu können, benötigte man ein Gebilde, dass unabhängig von Mehrheiten in der Lage war, die nach dem abzusehenden Ende des Großen Krieges entstehende Weltordnung zu erhalten. Man war sich einig, dass eine globale Pentarchie aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika, dem Vereinigten Königreich, Russlands (auch wenn momentan in den Fesseln der kommunistischen Ära gefangen und mit einem Vielvölkerstaat belastet), Chinas und Frankreichs wegen ihrer Größe und ihres Einflusses auf der Welt in der Lage wäre, eine stabile Welt zu erhalten. Da Regierungen kommen und gehen würden, war man darauf angewiesen, ein unabhängiges System zu errichten, dass, allen politischen Veränderungen trotzend, überdauern würde.

            So entstand am Rande der Konferenz eine unsichtbare Gesellschaft, deren Aufgabe es war, die zukünftige Nachkriegsordnung durch die Zeiten zu steuern und dafür zu sorgen, dass die Pentarchie nicht erschüttert wurde. Die Mitglieder dieses Bündnisses waren Menschen aus der zweiten und dritten Reihe der beteiligten Staaten. Zu unbekannt, um aufzufallen, einflussreich, um handeln zu können. Sie waren diejenigen, die Reden schrieben, Verhandlungen vorbereiteten, bis die politisch gewählten Marionetten auf den Plan traten und im Scheinwerferlicht politische Erfolge verkündeten. Der Öffentlichkeit war das Handeln dieser Personen stets verborgen, man interessierte sich für die Oberhäupter, Präsidenten, Minister, Könige und Diktatoren - die Sekretäre, Berater, Strippenzieher, Wasserträger, Dolmetscher, Fahrer, Wirtschaftsprüfer, Anwaltsgehilfen, alle Stellvertreter dieser Welt schienen uninteressant.

            Im Laufe der Jahre bildete sich eine kopflose Organisation (ich nenne sie DOO, von Dumbarton-Oaks-Organisation)  heraus, die sich sternenförmig über die ganze Welt ausdehnte. Alle Zellen dieser Organisation arbeiteten autark, man kannte persönlich jeweils nur zwei Mitglieder der DOO. Wurden Teile der Zellen zerschlagen, war der Schaden gering. Das Netzwerk war auf keine Führung angewiesen. Man stimmte sich ab, das Ziel vor Augen. Die DOO überließ ihren Mitgliedern völlige Selbstständigkeit, gestattete private, individuelle Geschäfte, wenn dadurch Kontakte geknüpft, gefestigt oder gehalten werden konnten. Niemand war in der Lage, die DOO zu kontrollieren.

            Hier und da stellte man fest, dass alleine die Steuerung der wichtigsten Entscheidungsträger nicht ausreichend war, den Status quo zu erhalten. Spätestens bei der Berlin-Blockade 1948 wurden operative Einheiten gebraucht, die effizient vor Ort Weichen stellen konnten. In den bisher entstandenen Gruppen aus drei bis fünf Personen, die der Ebene der „Denker“ entsprachen, fehlten „Soldaten“, um festgefahrene Karren aus dem Dreck zu ziehen, statt darauf zu warten, bis die Politik Kompromisse gefunden hatte. Die „Sterne“ vernetzten sich untereinander wieder über Mittelsleute. Man sorgte dafür, dass die einzelnen Zellen nicht zu groß wurden. So waren Verluste immer zu verschmerzen, denn selbstverständlich glitten einige der Zellen auch in ausschließlich kriminelle Gewässer ab und versorgten nur noch sich selbst. Wenn die öffentlichen Behörden ganze Ringe international operierender Verbrechersyndikate zerschlugen, waren fast immer auch Zellen der DOO betroffen. Aber da, wo Zellen starben, entstanden neue.

            Die Rekrutierung von Mitgliedern war kompliziert zu bewerkstelligen. Wer in seinem Fachgebiet über besondere Fähigkeiten verfügte aber das Licht der Öffentlichkeit scheute, wer die Eigenschaft besaß, den Schein nicht als das Erstrebenswerte zu betrachten, kam in den Augen der DOO infrage. Man nahm „zufällig“ Kontakt auf und erläuterte die Ziele der DOO. Sollte sich ein Kandidat als ungeeignet erweisen, war selbst die Denunziation bei den Behörden kein Problem. Zu unwahrscheinlich und paranoid waren die Aussagen über eine angebliche weltweite Verschwörung, sodass man ihnen kaum Glauben schenkte. Ging die Entwicklung in eine unerwünschte Richtung, kamen die operativen Einheiten, die Soldaten, ins Spiel. Die meisten Mitglieder waren nur im Rahmen ihrer Ebene mit zwei anderen Personen verbunden. Wenige hatten vertikale Kontakte zu den Soldaten. Bis eine Entscheidung das Eingreifen der Soldaten rechtfertigte, mussten also Ideen verschiedene Sterne, Länder und Kontinente durchlaufen haben, bevor etwas passierte. Im Falle lokaler oder nationaler Probleme ging der Prozess zügig vonstatten, bei internationalen Konflikten konnten Entscheidungen schon auch einmal ein halbes Jahrzehnt dauern. Damit war man immer noch schneller als die offensichtliche Politik.

Die DOO sorgte für berufliches Fortkommen oder Bestehen und forderte wenig Gegenleistung bis zu dem Tag, an dem diese besonderen Fähigkeiten notwendig wurden. 

Bis heute hält die Pentarchie. Alle Versuche, diese Ordnung zu kippen sind bisher gescheitert. Die DOO hat Eskalationen verhindert, die Berlin-Blockade war das erste Beispiel. Es folgten zahllose andere Aktivitäten, bei denen die Entstehung eines neuen Weltkrieges verhindert werden konnte. Die DOO hat dafür gesorgt, dass allzu mächtigen Personen oder Staaten Kontrahenten in den Weg gestellt wurden, die eine Verkehrung der Macht verhindern würden. Die DOO zettelte regionale Kriege an, räumte Personen aus dem Weg, sorgte dafür, dass andere Personen Wahlen gewinnen konnten, gründete Hilfsorganisationen und besorgte Bürgerkriegsparteien Waffen aller Art.

Viele Ereignisse, die Historiker aus den Zusammenhängen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Bedingungen betrachten, waren Machenschaften der DOO, die Berliner Luftbrücke, der Ausgang der Kuba-Krise, die RAF, die Gründung der OPEC, die iranische Revolution, das System Saddam, Perestroika und Glasnost, der Fall der Berliner Mauer, Lady Di?, der 11. September? ...  Nur beweisen ... kann dies niemand. 

 

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