USA 2017

USA - plötzlich kein Freund mehr?

Während unsere Politische Klasse nicht müde wurde zu betonen, welche enorme Bedeutung das transatlantische Bündnis habe, schleichen sich nun kleine Risse in die Eindeutigkeit der Aussagen. Natürlich erinnert mich das an die Zeit der Perestroika, als aus der Zauberformel „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“ plötzlich folgender Satz wurde: „Wenn der Nachbar neu tapeziert, müssen wir das ja nicht auch machen.“
Warum ist das so? Der Grund ist immer gleich - Bequemlichkeit. (Bequemlichkeit ist übrigens auch der Grund für alle wesentlichen Innovationen. Oder glaubt jemand, man habe das Rad aus Egoismus erfunden, liebe Liberale?)

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Religion

Das Grundübel der Zeit - wahrscheinlich aller Zeiten - waren und sind Religionen. Während man Drogen den Kampf ansagt, zugegebenermaßen inkonsequent, wenn man sich z.B. Alkohol ansieht, können die Gehirne der Menschen straffrei seit tausenden Jahren verblödet, verblendet und missbraucht werden. Vergleicht man die Zahl der Opfer, die durch Einwirkung von Drogen entstanden sind mit denen, deren Leid durch die Wirkung von Religionen entstanden ist, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Religion aus der Öffentlichkeit verbannen. (Das wäre die Weichspülvariante für diejenigen, denen kalter Entzug zu heftig wäre.) Konsequent wäre ein Religionsverbot, aber das wird genauso wenig funktionieren, wie das Drogenverbot - und wer will schon das Denken kontrollieren? Also weg damit aus der Öffentlichkeit. Keine Argumentationen, Rechtfertigungen oder Beeinflussungen mehr im Namen welchen Gottes auch immer. Weg mit Symbolen, Werbung oder wenigstens wie bei den Zigaretten einen Hinweis auf die Inhalte: "Religionen führen zu Kriegen". 

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Verantwortung

Wie naiv ist es, in seinem Haus, alle Türen und Fenster aufzulassen, weil es lange nicht mehr geregnet hat, kein Gewitter kam oder kein Einbrecher? Wenn man Türen und Fenster dann noch ausbaut, weil es Geld spart, ist man doch wahnsinnig, oder? 
Okay, nun kommt der Sturm und verwüstet alles. Was macht man? Alles zu. Aufräumen. Ausmisten. Verantwortliche bestrafen und alles wieder sicher machen. Oder? Beten? Regenwasser integrieren? Sich damit arrangieren, dass es nass ist? 
Nein. Handeln.

Freunde

Ab und zu neigt man ja dazu, sich die Frage zu stellen, ob es denn läuft - so im Allgemeinen. 

Der eine oder andere wird sich dabei ertappen, Indikatoren wie Besitz oder Einkommen als Messlatte zu verwenden - in einer kapitalistischen Welt nicht ungewöhnlich und nicht zu verurteilen. Das Problem dieser Indikatoren ist, dass sie immer relativ sind - es gibt immer Menschen, die mehr haben - eine Triebkraft der Gesellschaft wie Adam Smith sagt? Oder ist die Triebkraft eher die Faulheit, so Allan Morris? Inzwischen neige ich dazu zu sagen, dass weder Ehrgeiz noch Faulheit die Menschheit voranbringen, sondern wertvolle Beziehungen zwischen Menschen. 

Wozu macht man alles - um sich zu messen? Das ist dumm, denn es gibt immer Bessere. Um glücklich zu sein? Ja, eher. Es ist ein wunderbares Erlebnis, auf einen Berggipfel zu steigen und es ist umso schöner da oben, wenn der Weg schwer war. Aber um wieviel schöner ist die Sicht von oben, wenn du sie mit einem Menschen teilen kannst, der dir was bedeutet und bei dem du weißt, dass das auf Gegenseitigkeit beruht? Unbezahlbar! Das ist die Metaphorik für Glück. Aber wie erreicht man das? Durch 10.000 Facebook-Freunde oder Besitz? Partys mit vielen Gästen, die einem signalisieren, wie beliebt man ist? 

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Menschenrecht Migration?

Wenn sich eine Weltanschauung durch ständige Wiederholung erst einmal manifestiert hat, bekommt man sie durch Argumente nicht wieder aus dem Kopf oder die Enttäuschung ist groß. 

Beispiele für solche Erkenntnisse: 
Es gibt keinen Weihnachtsmann und man muss die Geschenke selbst kaufen. 
Weder Gott noch Joseph waren in Maria gefahren, sondern wer auch immer. Diese grandiose Geschichte mit der jungfräulichen Geburt ist leider verbrannt und nun müssen sich die Leute seit über 2000 Jahre andere Geschichten nach dem Fremdgehen ausdenken. 
Eine Invasion von jungen Männern ist kein schützenswertes Menschenrecht. Asyl und Wirtschaftsmigration sind zwei unterschiedliche Dinge. 

Man, so kompliziert ist das doch gar nicht! 

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Marionetten 1992

Marionetten - Kay Wünsche, Mai 1992

Ihr dreht euch brav an den Seilen der Macht,
seid ausgeliefert und angepasst,
seht mit den Augen eures Herrn
und senkt die Lider, verbeugt euch gern.

Habt Willen und Stimme längst abgelegt,
die Köpfe nach Prunk und Luxus vedreht,
die Freunde vergessen, die Freiheit vertan
und merkt nicht – der Zug ist abgefahr`n.

Modenschau der Marionetten
Bewegung ist alles – wohin ist egal.
Modenschau der Marionetten
Sie sterben nie – kein Ende der Qual.

Freiwillig versklavt für alle Zeit,
Gewissen verraten, zu allem bereit,
zum Tanzen befohlen, zum Lachen verdammt,
zur Schönheit gezwungen, Moral verbannt.

Unschuldig geschminkt und jünger gemacht,
die Falten vernäht oder weggedacht,
das Blut gefroren, die Worte vom Band,
geführt durch die Macht einer einzelnen Hand.

Die Seile sind aus Geld gemacht,
der Draht aus Wertpapieren,
die Schrauben aus Gold, geschmiert mit Öl
und diamantene Stäbe zum Führen.